Hausbau in schwierigen Zeiten

Viele Bauvorhaben werden derzeit angesichts hoher Preise und steigender Zinsen zurückgestellt. Das Immobilienunternehmen Schweneker hat dagegen gerade einen Neubau in der Georgstraße gestartet.

Die Jahre des steten Aufwindes sind vorbei. Es herrscht aktuell eher Flaute auf dem Wohnungsbaumarkt. Die Preise haben sich beruhigt, aber auf hohem Niveau. Und die Kreditzinsen steigen. Und zumindest für einige Baumaterialien gibt es nach wie vor Lieferprobleme. Entsprechend zurückhaltend reagieren potenzielle Bauherren. Großprojekte verzögern sich, wie das Medical City Plaza an der  Mindener Straße, oder stehen ganz infrage, wie der Medicampus auf dem Grundstück des City-Centers. Auch viele öffentliche und private Bauherren stellen ihre Projekte angesichts unsicherer Rahmenbedingungen zurück. Mit einem Neubau-Projekt in der Georgstraße trotzt das Immobilienunternehmen Schweneker diesem Trend.

„Wir konnten in der Georgstraße ein älteres Einfamilienhaus erwerben“, berichtet Schweneker-Geschäftsführerin Sandra Homeier. Mitte Januar wurde das alte, laut Homeier stark sanierungsbedürftige Gebäude abgerissen. Inzwischen haben auf dem 680 Quadratmeter großen Grundstück die Arbeiten für den Bau eines Fünf-Familien-Hauses begonnen. Über zwei bis vier Zimmer und zwischen 71 und 149 Quadratmeter Wohnfläche sollen die einzelnen Wohneinheiten verfügen. Das Gebäude wird über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt. Es soll einen Fahrstuhl geben, die Wohnungen sollen weitgehend barrierefrei sein.

Was auch einen Hinweis darauf gibt, für welche Käufer Schweneker diese Eigentumswohnungen konzipiert hat. „Wir verzeichnen bei den Ein- und Zweifamilienhäuser durchaus eine deutlich sinkende Nachfrage“, berichtet Sandra Homeier. „Gerade junge Familien sind sehr zurückhaltend, was ihre Bauabsichten angeht.“ Anders sehe das bei Eigentumswohnungen aus. „Die gehen immer“, ist sie überzeugt. „Gerade bei Wohnungen in solch begehrter Wohnlage wie hier an der Georgstraße, in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus und zum HDZ und auch zum Siekertal oder dem Aqua-Magica- Park“, erklärt Homeier. Menschen über  60, die sich womöglich eine kleinere Wohnung zulegen möchten, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, Singles oder Paare, aber auch Kapitalanleger gehören zur Kernzielgruppe für solche Wohnungen. Zwei der fünf Wohnungen hier sind auch bereits verkauft“, sagt Homeier.

Trotz hoher Preise und mancher Unwägbarkeiten auf dem Wohnungsbausektor bekämen die Kunden ja auch nach wie vor einen verlässlichen Festpreis. „Es ist dabei ein großer Vorteil, dass wir seit vielen Jahren mit unseren Handwerksbetrieben zusammenarbeiten“, erklärt Sandra Homeier. Die sich deshalb auch keine  Sorgen macht, dass es Lieferengpässe beim Material geben könnte. Entsprechend ehrgeizig ist der Zeitplan für den Bau an der Georgstraße. Schon in zweienhalb Monaten soll der Baukran, der derzeit noch einen Teil des Gehweges verstellt, wieder abgebaut werden. „Und bis Weihnachten sollen alle Wohnungen bezugsfertig sein“, sagt die Geschäftsführerin.


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